Wahlkampf 2013

Biografie von Hans-Christian Ströbele

Kuba-Krise, Mondlandung, StudentInnenrevolte, Deutscher Herbst - Ereignisse, die manche nur noch aus Erzählungen der Eltern kennen. Ebenso wie die vollständige Biografie von Hans-Christian Ströbele, die wir daher hier noch einmal zur Kenntnis geben.

  
 

Hans-Christian Ströbele

1939 in Halle an der Saale geboren. Vater Chemiker in Schkopau (Buna-Produktion)

1945 Die Army nimmt bei ihrem Rückzug an die Zonengrenze deutsche Akademiker und deren Familien mit und setzt diese, darunter Familie Ströbele, in der Westzone ab

1946 Schulbesuch in Marl/Westfalen

1959 Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium

1960 Ein Jahr Wehrpflicht in Aurich/Ostfriesland, Luftwaffen Fla. Beförderung zum Gefreiten abgelehnt, gewählt zum Vertrauensmann des Bataillons, ausgeschieden als Kanonier der Reserve

1960 Studium der Rechtswissenschaft und Politologie in Heidelberg

1961 Studium Jura und Politik an der Freien Universität Berlin, erstes und zweites Examen in Berlin

1961 nach dem Bau der Berliner Mauer Hilfe bei Familienzusammenführung aus Ost und West

1967 Heirat in Paris

1967 am 2. Juni abends Eintritt als Rechtsreferendar in das Anwaltsbüro Mahler zur Unterstützung in vielen Strafverfahren gegen StudentInnen und andere Beteiligte an Demonstrationen, teach-ins usw.

1969 am 1. Mai Gründung des ersten und einzigen Sozialistischen Anwaltskollektivs auf deutschem Boden

1970 Eintritt in die SPD Berlin-Wilmersdorf

1970 Übernahme der Verteidigung der ersten politischen Gefangenen aus der RAF

1975 Ausschluss von der Verteidigung im Prozeß gegen die Gefangenen aus der RAF in Stuttgart-Stammheim, Ausschluss aus der SPD

ab 1977 Mitwirkung bei der Gründung der linken radikalen Tageszeitung taz

1979 Auflösung des Sozialistischen Anwaltskollektivs

1980 Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf Bewährung wegen meines Einsatzes als Verteidiger für die Gefangenen aus der RAF in den Jahren 1970 bis 1975

1980 Mitwirkung bei der Gründung der Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz, AL, dem späteren Berliner Landesverband der Grünen

1985 Mitglied des Deutschen Bundestages auf der Landesliste der AL, Mitglied des Untersuchungsausschusses zur Aufklärung von Vorfällen im Bundesamt für Verfassungsschutz

1990 Sprecher der Bundespartei Die Grünen bis zum Rücktritt 1991

1998 Wahl in den Deutschen Bundestag über die Landesliste Berlin von Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Rechtsausschusses, des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, des 1. Untersuchungsausschusses und des Parlamentarischen Kontrollgremiums für Geheimdienste

2002 Gewinn des Direktmandates im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Rechtsausschusses, des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und des Parlamentarischen Kontrollgremiums für Geheimdienste

2002 Anfang Dezember landet der der Hiphop-Song "Gebt das Hanf frei" auf Platz vier der deutschen Single-Charts. Die Titelzeile war eine Forderung auf der Hanfparade im Herbst 2002

2005 nochmaliger Gewinn des Direktmandates im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg bei den vorgezogenen Bundestagswahlen. Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Rechtsausschusses, des Parlamentarischen Kontrollgremiums für Geheimdienste und stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

2009 3. Direktmandat in Folge für den Wahlkreis mit fast 47 Prozent der Stimmen. Seitdem ist er Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Rechtsausschuss sowie im Parlamentarischen Kontrollgremium für Geheimdienste

2012 Mitglied im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum NSU